Köln, Freitag, 02.03.2018

+++So bringen Mittelständler ihre innovativen Produkte in die Regale des Handels und entwicklen ganz neue Geschäftsideen.+++Standards sind Türöffner für neue Vertriebskanäle+++

Bio-Eiweiß in Flaschen: Das Start-up Pumperlgsund aus München hat dieses Produkt über Nacht berühmt gemacht, nachdem es den Zuschlag in der „Höhle der Löwen“ erhalten hatte. Seitdem reißen sich auch die großen Händler um das innovative Produkt und wollen es unbedingt in den eigenen Regalen sehen. Für Pumperlgsund eine Riesen-Chance, die aber auch mit mächtigen Herausforderungen verknüpft ist. Denn wer in den Lebensmitteleinzelhandel liefern will, braucht Barcodes und globale Artikelnummern auf den Produkten, muss Sendungen eindeutig identifizieren und bestenfalls auch noch elektronisch die Lieferung ankündigen. Der Handel hat es gern digital und effizient: einmal Barcode gescannt und schon sind alle relevanten Daten im Warenwirtschaftssystem. So funktioniert Handel 4.0. Nur, wer die gleiche Sprache wie die Partner spricht, bringt das Zeug mit, sich dem Konsumenten stolz im Supermarkt präsentieren zu dürfen.

Damit es mit der gemeinsamen Sprache klappt, lässt sich Pumperlgsund sich vom Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards auf dem Weg begleiten. Es zeigt kostenlos und anbieterneutral, wie Unternehmen mit Hilfe von Standards nachhaltige digitale Geschäftsideen entwickeln und in die Praxis umzusetzen können. Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards gehört zu Mittelstand-Digital. Mit der Förderinitiative Mittelstand-Digital unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die Digitalisierung in kleinen und mittleren Unternehmen und dem Handwerk. In gemeinsamen Workshops entwickelt Pumperlgsund gemeinsam mit Experten aus dem Kompetenzzentrum die eigene, standardbasierte Lösung für Barcodierung und elektronischen Datenaustausch.

Eine ganz andere Herausforderung hat der Verpackungshersteller Maag aus dem Sauerland. Als Hersteller von Lebensmittel-Verpackungsfolien begegnen Verbraucher den Produkten von Maag täglich beim Einkauf: in Form der Nudeltüte, als Salatschale oder als Süßwarenverpackungen. Doch, wer Verpackungen für Nahrung herstellt, steht genauso wie die Lebensmittelhersteller für die Sicherheit der Ware. Verbraucherschutz ist hier oberste Prämisse. Daher müssen die Verpackungen im Falle eines Falles umgehend zurückverfolgt werden können, um kontaminierte Chargen zügig  zu identifizieren und aus den Regalen des Handels herausholen zu können. Damit das auf Knopfdruck passieren kann, müssen die Produkte chargengenau identifiziert und die Informationen digital übermittelt werden. Auch das gelingt nur, wenn alle Beteiligten der Lieferkette die gleiche Sprache, die von Standards sprechen. Auch Maag lässt sich daher in einem Umsetzungsprojekt vom Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards unterstützen. Das Projekt startete im Januar und läuft voraussichtlich noch bis Anfang Sommer.

Die Lösungen von Pumperlgsund, Maag und weiteren Pilotunternehmen können sich andere Mittelständler mit ähnlichen Fragestellungen abgucken. Denn das Kompetenzzentrum eStandards macht die Ergebnisse aller Umsetzungsprojekte öffentlich. Ab Mitte des Jahres bietet das Zentrum weiteren Unternehmen die Chance, sich kostenfrei bei ihren Projekten von Experten begleiten zu lassen. Wer eine besondere digitale Herausforderung, neue Geschäftsidee oder Frage hat, kann sich an das Zentrum wenden.

Daneben bietet das Zentrum folgende kostenfreie Angebote für kleine und mittlere Unternehmen, die in der Digitalisierung durchstarten möchten:

 

Unternehmensbesuche

Elektronische Rechnungen versenden, Instandhaltung digital planen oder von der Fläche in den Onlineshop: Wie geht das? Und was braucht man dazu? Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards bietet an, gemeinsam eintägige Workshops, Inhouse-Schulungen oder Seminare für die eigenen Mitarbeiter durchzuführen.


Umsetzungsprojekte

Wer schon genau weiß, wo er hin will, kann sich bei seinem Digitalisierungsprojekt von Experten des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards über die Projektlaufzeit begleiten lassen. Mit dabei sind Experten aus den Bereichen Standardisierung, Wirtschaftsförderung und Forschung.

 

Inspirieren lassen

Wie sieht der digitale Handel der Zukunft aus? Wo kann ich einen digitalen Prozess auf Herz und Nieren testen? Welche Geschäftsmodelle braucht unsere digitale Zukunft: In den offenen Werkstätten in Köln, Leipzig und Hagen lädt das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards ein, sich inspirieren zu lassen. Kostenlose Führungen, Schulungen und Demonstrationen helfen, die richtigen Entscheidungen für die digitale Zukunft zu treffen.

 

Netzwerken

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards lädt mittelständische Unternehmen ein, sich mit Gleichgesinnten, sich über einfache und unabhängige Möglichkeiten der Digitalisierung von Prozessen auszutauschen. Kostenfreie Konferenzen für den Mittelstand, eine virtuelle Lernplattform und unter @ZukunftDigital in den sozialen Medien haben Unternehmer die Chance, von anderen zu lernen und in direkten Austausch zu treten.

Expertin:

Bettina Bartz

Geschäftsstellenleiterin
Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards
c/o GS1 Germany GmbH
Maarweg 133, 50825 Köln
Tel: +49 221 94714-439
bartz@kompetenzzentrum-estandards.digital